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News

Neue INAIL-Meldepflicht

Das INAIL hat zwei Rundschreiben mit den operativen Anleitungen für die Meldepflicht an das INAIL bei kurzer Arbeitsunfähigkeit als Folge eines Arbeitsunfalls veröffentlicht. Die neue Meldepflicht besteht seit dem 12. Oktober und betrifft alle Arbeitsunfälle mit einer Arbeitsunfähigkeit von bis zu drei Tagen

In den Anwendungsbereich der Meldungspflicht fallen alle privaten und öffentlichen Arbeitgeber, auch wenn die Mitarbeiter nicht beim INAIL gegen Arbeitsunfälle zu versichern sind (z.B. Angestellte in der Landwirtschaft – Enpaia). Lediglich einige wenige staatliche Behörden sind ausgenommen. Das INAIL präzisiert im Rundschreiben (Nr. 42/2017), dass die Meldung für alle Arbeitnehmer und selbstständig tätigen Mitarbeiter (Handwerker, fortwährende und koordinierte freie Mitarbeit usw.) Pflicht ist.

Die Meldefrist für den Arbeitgeber beträgt zwei Tage ab dem Datum des Erhalts der ärztlichen Unfallbescheinigung. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet dem Arbeitgeber umgehend die Daten der ärztlichen Bescheinigung mitzuteilen oder eine Kopie derselben mitzuteilen. Sofern die Unfallbescheinigung vom Arzt korrekt ausgefüllt und übermittelt wurde, kann der Arbeitgeber die Bescheinigung auch online von der Internetseite des INAIL herunterladen.

Wird eine anfängliche Arbeitsunfähigkeit von bis zu drei Tagen im Nachhinein verlängert, greift die Pflicht zur ordentlichen Meldung des Arbeitsunfalls. Dazu könnend die bereits übermittelten Daten übernommen werden.

Wir bitten Sie uns deshalb die nötigen Unterlagen und Informationen rechtzeitig zu übermitteln, um die Unfallmeldungen innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Fristen erledigen zu können.

INAIL-Meldung Krebsrisiko und schädliche Mikroorganismen

Aufrecht bleibt auch die Verpflichtung zur Führung von zwei weiteren Registern im Bereich der Arbeitssicherheit. Es handelt sich um ein Verzeichnis für die Mitarbeiter, die einem Krebsrisiko (Art. 243, GVD Nr. 81/2008), welches über den Arbeitsmediziner geführt wird, und einem Verzeichnis für Mitarbeiter mit einem Risiko durch schädliche Mikroorganismen (Art. 280, GVD Nr. 81/2008). Die Bestimmungen sehen die Übermittlung der Daten dieser Verzeichnisse in bestimmten Zeitabschnitten an das Ispesl vor (alle drei Jahre, bei Austritt eines Arbeitnehmers usw.). Nach Einführung des elektronischen Verzeichnisses (Sinp) sind die Daten dem INAIL zu schicken. Seit dem 12. Oktober erfolgt die Meldung elektronisch über die Internetseite des INAIL („registro di esposizione“). 

Zwischenbilanz

Sehr geehrte Damen und Herren, 

um bereits vor Jahresende wichtige Informationen über die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Unternehmens und über das voraussichtliche steuerbare Einkommen und somit der künftigen Steuerlast zu erhalten, können Sie gerne mit uns in die Zwischenbilanz mit entsprechender Beratung Einsicht nehmen. 

Falls Sie dieses Beratungsgespräch in Anspruch nehmen möchten, ersuchen wir Sie sich bis Mitte November bei uns zu melden

Umbauarbeiten Instrastat- & Lohnabteilung Sterzing

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Ihnen mitteilen, dass der zweite Stock unseres Bürogebäudes in Sterzing wegen Umbauarbeiten vom 16. September bis einschließlich 13. Oktober 2017 vorübergehend geschlossen ist. Wir bitten um Verständnis.

Unsere Mitarbeiter Max Radl, Stephanie Bacher und Ruth Zössmayr werden Ihnen während dieses Zeitraums im Erdgeschoss unseres Bürogebäudes in Sterzing zur Verfügung stehen. Ursula Obermüller, Simone Bergmeister, Michael Ninz und Manuel Tschöll übersiedeln hingegen für den genannten Zeitraum zeitweise in unser Büro nach Brixen.

Unterlagen für unsere Mitarbeiter, welche vorübergehend in Brixen arbeiten, können Sie selbstverständlich in unserem Sekretariat in Sterzing abgeben.

Die direkten Telefonnummern unserer Mitarbeiter bleiben während dieser vier Wochen unverändert. Nach Abschluss der Umbauarbeiten in Sterzing kehren alle Mitarbeiter wieder an ihre gewohnten Arbeitsplätze zurück.

Bilateraler Solidaritätsfonds der autonomen Provinz Bozen-Südtirol

Das INPS hat mit dem Rundschreiben Nr. 125/2017 die operativen Anleitungen im Zusammenhang mit der Auszahlung der ordentlichen Lohnausgleichskasse des bilateralen Solidaritätsfonds bekannt gegeben. Die Solidaritätsfonds sind für jene Arbeitgeber eingeführt worden, welche nicht in den Anwendungsbereich der Bestimmungen zur Lohnausgleichskasse fallen. Dadurch können Arbeitgeber beispielsweise in den Bereichen Tourismus, Handel usw. die Leistungen der Lohnausgleichskasse beantragen. Die Beträge und Versicherungsbeiträge werden ab September auf den UNIEMENS ausgewiesen. Die Nachzahlungen der Vormonate sind hingegen bis zum 16. November zu tätigen.

Der bilaterale Solidaritätsfonds für Südtirol sieht die Unterstützung von Arbeitnehmern bei Aussetzung oder Reduzierung der betrieblichen Tätigkeit aufgrund von Problemen des Arbeitgebers, die nicht auf den Unternehmer oder die Arbeitnehmer zurückzuführen sind, sowie bei zeitweiligem Auftragsrückgang, betrieblicher Umstrukturierung, Unternehmenskrisen und Solidaritätsverträgen  vor. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Unterstützung aus dem Solidaritätsfonds ist die Beschäftigung von mindestens 75% der Mitarbeiter in Produktionseinheiten innerhalb der Provinz Bozen.

Zur Beitragszahlung verpflichtet sind Betriebe, welche durchschnittlich mehr als fünf Arbeitnehmer beschäftigen. Dennoch besteht für Arbeitgeber mit einer Mitarbeiterzahl von einem bis fünf Angestellten die Möglichkeit auf freiwilliger Basis im Sinne des Art. 2, Abs. 2 des Dekrets Nr. 98187/2016 in den Fonds einzuzahlen. Die Beitragspflicht in Bezug auf die Beschäftigungszahl wird zum 1. Jänner eines jeden Jahres ermittelt und zwar aufgrund der durchschnittlichen Anzahl der Beschäftigten im vorherigen Semester (Juli – Dezember des Vorjahres).

Die Leistungen des Fonds sind für Arbeitnehmer mit einem abhängigen Arbeitsverhältnis bestimmt, einschließlich der Lehrlinge mit einem berufsspezialisierenden Lehrvertrag, welche ein Dienstalter von über 90 Tagen bei der Produktionseinheit erreicht haben und für welche um die Inanspruchnahme der einkommensstützenden Maßnahme angesucht wurde.

Die Höhe der ordentlichen Lohnausgleichskasse beträgt 80% der Entlohnung, auf welche der Mitarbeiter für die nicht gearbeiteten Stunden, aufgrund der Aussetzung der Arbeit, ansonsten Anrecht gehabt hätte. Die Beträge der Leistungen sind gedeckelt und können nur innerhalb bestimmter Höchstbeträge ausbezahlt werden.

Die Arbeitgeber müssen die Nachzahlungen von März 2017 (Datum des Inkrafttretens des Dekrets) bis August 2017 innerhalb des 16. November 2017 leisten. Für all jene, welche die Beiträge bereits seit März 2017 in den Sonderfond des INPS eingezahlt und rechtzeitig den Antrag für die Beitragszahlung an den Fonds gestellt haben, ist eine Verrechnung des dadurch entstandenen Guthabens mit den effektiv geschuldeten Beiträgen innerhalb des 16. November 2017 möglich. 

Ab September werden wir alle Lohnausarbeitungen im Sinne den genannten Gesetzesbestimmungen vornehmen. Unternehmen, welche einen bis fünf Arbeitnehmer beschäftigen und somit nicht zur Beitragszahlung an den Fonds verpflichtet sind, aber dennoch beabsichtigen in den Solidaritätsfonds einzuzahlen, können sich dafür gerne an uns wenden. 

Beiträge Landwirtschaft und Ausarbeitung Modell F24

Ab der nächsten Einzahlungsfrist der Beiträge für die befristet oder unbefristet beschäftigten Arbeiter (16. September 2017) erhalten Arbeitgeber im Bereich Landwirtschaft keinen Brief mehr an ihre Wohnsitzadresse mit der Aufstellung der Beiträge für die Einzahlung des F24 durch das INPS. Landwirtschaftliche Unternehmen müssen diese jetzt selbst oder durch einen ermächtigten Vermittler (Arbeitsrechtsberater oder Arbeitgeberverband) auf der Online-Plattform des INPS („Cassetto previdenziale aziende agricole“) herunterladen. Die Aufstellungen werden daher nicht mehr in Papierform der betroffenen Unternehmen zugestellt. Die Möglichkeit das vorausgefüllte Modell F24 bis zur Fälligkeit auszudrucken bleibt unverändert. 

Richtlinien für Gewährung von Beiträgen für Anstellung Menschen mit Behinderung

Die Südtiroler Landesregierung hat am 25.07.2017 die Richtlinien für die Gewährung von Beiträgen für die Anstellung von Menschen mit Behinderungen genehmigt. Diese Richtlinien regeln die Modalitäten für die Gewährung von Beiträgen an private Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber für die Anstellung von Menschen mit Behinderung sowie an Inhaber und Inhaberinnen von Betrieben für die Beschäftigung von mitarbeitenden Familienmitgliedern mit Behinderung.

Anspruchsberechtigt sind jene privaten Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die eine oder mehrere Personen mit Behinderung mit Wohnsitz in Südtirol als Arbeitnehmer mit befristetem oder unbefristetem Arbeitsvertrag aufgenommen haben, sowie Inhaber und Inhaberinnen von Betrieben, die Personen mit Behinderung als mitarbeitende Familienmitglieder beschäftigen. Die Förderung können nur für angestellte Personen und mitarbeitende Familienmitglieder mit einer Zivilinvalidität von mindestens 46 Prozent oder einer Arbeitsinvalidität von mindestens 34 Prozent gewährt werden, die ausschließlich im Betrieb beschäftigt sind und für welche die Sozialabgaben beim INPS eingezahlt werden.

Der Beitrag wird nur gewährt, falls die Person mit Behinderung keiner anderen Tätigkeit nachgeht. Als andere Tätigkeit gelten auch der Besuch einer Behindertenwerkstätte und die Beschäftigung mit individueller Vereinbarung zur Arbeitseingliederung oder zur Arbeitsbeschäftigung. Diese Förderungen laut diesen Richtlinien sind mit anderen Förderungen oder Begünstigungen, die denselben Förderungsgrund betreffen (die Anstellung von Menschen mit Behinderung), unvereinbar.

Der Beitrag wird an den Laufzeiten und mit Prozentsätzen gemessen am Bruttolohn der Person mit Behinderung berechnet. Der jährliche Beitrag kann den Betrag von € 7.500,00 nicht überschreiten. Handelt es sich um ein mitarbeitendes Familienmitglied, wird ein Pauschalbetrag im Ausmaß von 50 Prozent der Sozialabgaben gewährt, die im Antragsjahr effektiv gezahlt werden.

Der mit Stempelmarke versehene Antrag muss, bei sonstigem Verfall, bis 31. August eines jeden Jahres, und auf jeden Fall vor einer allfälligen Auflösung des Arbeitsverhältnisses, beim Landesarbeitsservice eingereicht werden.

Der Beitrag wird bis zur Erreichung der Höchstdauer vergeben (siehe Anhang A, Beschluss der Landesregierung Nr. 824/2017). Wird die Person mit Behinderung im Laufe des Jahres angestellt, sodass sie im ersten Jahr weniger als 12 Monate arbeitet, wird dieser kürzere Beschäftigungszeitraum für die Erreichung der Höchstdauer als ganzes Jahr bewertet. Besteht aus triftigen Gründen die Vermutung, dass dem Betrieb kein Leistungsausfall aufgrund der Invalidität der Person entsteht, kann der Beitrag verweigert werden.

Die Abrechnung muss bis 30. April des auf die Beitragsgewährung folgenden Jahres eingereicht werden, ansonsten verfällt der Anspruch auf den gewährten Beitrag. Berechnungsgrundlage für den auszuzahlenden Beitrag ist der tatsächlich im Antragsjahr angefallene Bruttolohn, der aus dem Formblatt CU (Einheitliche Bescheinigung) hervorgeht. Dem Auszahlungsantrag muss das Formblatt CU beigelegt werden. Der Arbeitsservice führt Stichprobenkontrollen der genehmigten Anträge durch.

Der Beitrag wird nur für Neuanstellungen im Antragsjahr oder im vorhergehenden Jahr gewährt oder wenn in diesem Zeitraum der Prozentsatz der Invalidität im Ausmaß erhöht wurde, dass sich die Beitragsdauer verlängert. Zudem wird der Beitrag gewährt, wenn der betroffenen Person im Antragsjahr oder im vorhergehenden Jahr erstmals im Laufe des Arbeitsverhältnisses eine Invalidität zuerkannt wurde.

Für Anstellungen, für welche bereits ein Beitrag im Sinne der bis einschließlich 2016 geltenden Regelung gewährt wurde, kann die Beitragsgewährung nach diesen Richtlinien fortgeführt werden, falls die bisher geltende Höchstdauer noch nicht erreicht wurde. Die vorhergehenden Beitragsjahre werden für die Erreichung der Höchstdauer, unter Anwendung des Beschlusses der Landesregierung vom 25.07.2017, berücksichtigt.

Anhang A, Beschluss der Landesregierung Nr. 824/2017:

Art der Invalidität

Prozentsatz

Beitragsdauer in Jahren

Beitrag in Prozent des Bruttolohns

Intellektuelle, neurologische und psychische Beeinträchtigung

46%-66% Zivilinvalidität oder

34%-66% Arbeitsinvalidität

8

10%

67%-79%

25

20%

80%-100%

25

30%

 

Körperliche Beeinträchtigung oder Sinnesbeeinträchtigung

46%-66% Zivilinvalidität oder

34%-66% Arbeitsinvalidität

3

10%

67%-79%

8

20%

80%-100%

8

30%

Wer Mitarbeiter mit einer Behinderung beschäftigt und einen solchen Antrag zur Gewährung von Beiträgen stellen möchte, kann sich dafür gerne an uns wenden.